Wie geht richtig gutes (EIN)SCHLAFEN?

Was ist zu tun, wenn das Gedankenkarussell sich dreht?


* Gastbeitrag von Freundinnen der Nacht

Hier geht's zur gemeinsamen Podcast-Folge.

Wir alle haben eine innere Uhr und sind unterschiedliche Schlaftypen. Am bekanntesten sind die Schlaftypen „Lerche“ und „Eule”, dazwischen gibt es aber auch noch andere Abstufungen.


Um richtig gut in den Schlaf finden zu können, solltest du die Zeit kennen, zu der dein Körper für den Schlaf bereit ist.


Wenn deine innere Uhr noch gar nicht auf Schlafen eingestellt ist, fällt dir das Einschlafen natürlich schwer. Genau so sieht es mit dem Aufstehen aus. Wir alle kennen das Gefühl, viel zu früh aufstehen zu müssen. Wir bekommen dann die Augen kaum auf, sind vielleicht schlecht gelaunt, vielleicht ist uns flau im Magen und irgendwie passt alles nicht. Genauso ist es, wenn wir zur falschen Zeit ins Bett gehen und schlafen wollen.

Wir finden nicht zur Ruhe, denken viel nach und irgendwie können wir uns nur schwer vom Tag lösen.


Ob du um 20 Uhr oder um 1 Uhr nachts die ideale Einschlafzeit hat, hängt von den Genen ab. Vielleicht entspannt dich schon allein das Wissen darüber, dass du nichts dafür kannst ob du ein Frühtyp oder ein Spättyp bist.

Vorbereitung ist fast alles


Hast du deinen Rhythmus gefunden gibt es eine Bedingung für guten Schlaf, die unser Körper besonders mag: Routine. Verfestige deine Einschlaf- und Aufstehzeiten so gut wie es in dein Leben passt. Das bedeutet, dass ein netter Abend mit Freund*innen außerhalb der Zeit genauso gut für die Seele ist, als ein striktes Einhalten der Zeiten an allen Tagen.

Einschlafen

Blaues Licht und viel Aktivität


Es gibt Gegebenheiten, die uns länger wachhalten und am Einschlafen hindern.

Dazu gehört das blaue Licht, was in allen Bildschirmen zu finden ist. Das blaue Licht signalisiert dem Körper, dass jetzt die Zeit ist, um knallwach zu sein. Wir brauchen ein bisschen, um in den Schlaf zu finden. Aus dem Grund empfiehlt sich, etwa zwei Stunden vorm Schlafen gehen, kein blaues Licht mehr zu konsumieren. Möchtest du darauf nicht verzichten, reguliere die Helligkeit und den Blaulichtanteil deines Bildschirms oder nutze für die Abendstunden eine Blaulichtfilterbrille.

Auch die Inhalte, die du konsumierst, können ein Grund dafür sein, dass du nicht in den Schlaf findest. Die Nachrichten, ein Horrorfilm oder die Arbeitsmails entspannen dich vermutlich nicht wirklich.

Was uns auch länger wach hält, sind aufregende körperliche Tätigkeiten. Wer um 22 Uhr noch einen Marathon läuft, schläft schlechter. Für abends empfehlen sich eher leichtere Sportarten, wie zum Beispiel Yoga.

Von alledem ausgenommen ist tatsächlich Sex. Sex entspannt und macht häufig müde, der perfekte Wegbereiter für einen guten Schlaf ;).

Sei dein eigenes TV- Programm

Als Kind denken wir uns oft Geschichten aus, der Fantasie sind oft keine Grenzen gesetzt. Genau das kannst du auch tun, wenn du grübelnd im Bett liegst und nicht einschlafen kannst. Sei dein eigener Fernseher und denke dir eine Geschichte aus. Vor deinem inneren Auge kannst du Menschen treffen, Abenteuer erleben und alles tun, was dir gefällt. Diese Gedanken werden oft mit in den Traum genommen- ein erster Schritt zum bewussten Träumen ;).

Durschlafen

Es ist ein Mythos, dass wir Durschlafen! Wir alle wachen mehrmals in der Nacht auf, ohne es zu merken. Erst wenn wir eine Weile wach sind, erinnern wir uns am nächsten Morgen daran. Wachst du nachts auf: Ärgere dich nicht, sondern erinnere dich daran, dass das normal ist. Versuche wieder loszulassen und zurück in den Schlaf zu gleiten.

Sentimentale Gedanken

Fängst du an zu grübeln, gibt es eine weiteren Umstand, den du kennen solltest: nachts sind wir die depressivste Version von uns selbst. Es ist dunkel und wir fühlen uns müde. Durch die Ausschüttung von Schlafhormonen kommt die schwermütige Stimmung zustande. Wir werden traurig, sentimental und die Welt um uns rum fühlt sich schwerer an. Wir sind eher introvertiert als extrovertiert. Das ist ein normaler Zustand. Wenn wir in dieser Verfassung Probleme wälzen oder versuchen, sie zu lösen, bewerten wir sie oft viel schwerwiegender. Jetzt Entscheidungen zu treffen und Probleme des Lebens zu entwirren, funktioniert nicht so gut, wie tagsüber.

Schreibe die Gedanken, auch die dunklen, auf und schaue sie dir am nächsten Tag im wachen Zustand noch mal an. Dafür hast du am besten einen Stift und ein Papier und ein kleines, nicht zu helles Licht neben dem Bett. Im schlimmsten Fall stehst du zum Aufschreiben auf, verlässt den Raum und kommst dann wieder, um in das Lande der Träume zu entschlummern.

Natürlich ist der Schlaf sehr individuell zu betrachten. Nicht für jeden gelten dieselben Schlaf-Tipps gleichermaßen.

Wie man besser (ein)schläft, hängt von vielen, persönlichen Faktoren ab, die so bunt sind, wie unsere (Traum-)Welt selbst.

Gute Nacht :)


 

Hier geht's zu den Freundinnen der Nacht

https://freundinnendernacht.de/


Und hier der Link zu der Podcast-Episode mit sexologisch:

https://freundinnendernacht.podigee.io/52-sex